Lazy Literature über „Fred bei den Wikingern“

Kompakt

Schon wieder ist Birge Tetzner ein Geniestreich gelungen: Erneut folgt man Fred auf seinen Abenteuern, die ihn diesmal in die Welt der Wikinger führen. Die Mischung aus Alltagsleben, Mythologie und packender Handlung, da diesmal ein Feind zu Wasser abgewehrt werden muss, bringt den Hörer dazu, begeistert mitzufiebern und sich den nächsten Teil von Freds Abenteuern rasch herbeizusehnen.

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Inhalt

Mitten in der Nacht erhält Fred einen Anruf seines Opas Alfred, der ihn spontan zu einem Ausflug nach Dänemark einlädt. Dort angekommen wollen die zwei ein Wikingermuseum besuchen, doch bei einem Bootsausflug stürzt Fred über Bord und landet in der Zeit der Wikinger. Dort wurde gerade der Vater von Ivar getötet, einem Wikingerjungen. Fred wird Ivar als Freund an die Seite gestellt und erlebt mit ihm fast ein Jahr lang das Leben der Nordmänner am eigenen Leib, die sich gegen Jarl Eirik verteidigen müssen, der das Dorf erobern will, in dem sie wohnen. Als er allerdings erfährt, dass er nicht wieder in seine Zeit zurückkehren kann, wenn er länger als ein Jahr dort bleibt, wird es eng für ihn …

Stil

Wie üblich leitet ein keines Musikstück, das man inzwischen schon mit Fred verbindet, in die Geschichte ein, die sofort durch die Geräuschuntermalung und die verschiedenen Stimmen gefangen nimmt. Schön gemacht ist das Wiedersehen – oder besser gesagt Wiederhören – von bekannten Charakteren wie Freds Hund Hektor, während diesmal eine ganze Reihe neuer Figuren auftauchen.

Harry Kühn übernimmt erneut die Rolle des Erzählers, dessen ruhiger und gelassener Stimme man gerne lauscht. Er stellt die Verbindung zwischen verschiedenen Szenen her und kürzt auch manche Zeitspannen ab. Beschreibungen der Umgebung und der Handlungen werden ebenfalls von ihm vorgenommen.

Besonders witzig ist die erste Begegnung mit Freds Opa Alfred, der von Jürgen Thormann, der deutschen Stimme von Michael Caine gesprochen wird. Natürlich hat man daher sofort einen schlanken älteren Herren vor Augen, der Fred zur Seite steht und ihn in sein nächstes Abenteuer begleitet. Fred wird wieder von Remo Schulze gesprochen, den man inzwischen lieb gewonnen hat und in der Rolle sehen kann. Seine Stimme ist der immer wiederkehrende Rote Faden, anhand dessen man sich durch die Geschichte führen lassen kann – genauso wie die des Erzählers.

Freds Reise zu den Wikingern bringt einen vollkommen neuen Blickwinkel mit sich, denn dort werden zahlreiche Mythen und Sagen der Wikinger vorgestellt. Wer sich nicht ein wenig damit auskennt, der kann jederzeit im beiliegenden Booklet nachblättern und dadurch das Wissen noch ein wenig vertiefen oder es als Grundlage für eigene Recherchen nutzen.

Obwohl die Gefahr durch Jarl Eirik eine gewisse Bedrohung darstellt und unterschwellig stets vorhanden ist und die Stimmung der Geschichte auch eher ernst ist, bleibt das Hörspiel dennoch ein spannendes Abenteuer für junge Hörer. Auch ältere werden ihren Spaß daran haben, denn da Fred auch mit seinen Erlebnissen älter wird und man ihn inzwischen schon in seinem fünften Ausflug durch die Zeit begleiten darf, erhalten auch die angesprochenen Themen einen ernsteren Tonfall. Der Tod und der Umgang damit stellen diesmal einen großen Brocken der Handlung dar, wird aber immer wieder aufgelockert durch die anderen Inhalte.

Damit fiebert man bei den Abenteuern von Fred erneut mit und kann es wieder mal nicht erwarten, bis der nächste Teil erscheint.

Aufmachung

Die zwei CDs sind in einer stabilen Plastikhülle in einer aufklappbaren Papphülle untergebracht. Das beiliegende Booklet enthält zusätzliche Informationen zu den Begriffen, die im Hörspiel auftauchen und gibt Hintergrundinformationen zu den Wikingern.

Julia Weisenberger, Lazy Literature >>

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