Lazy Literature über „Fred im Land der Skythen“

Kompakt

Das bisher eher unbekannte Reitervolk der Skythen wird Fans von Fred begeistern, denn hier gibt es wirklich neue Dinge zu erfahren. Zusätzlich wird die Geschichte packend von den Sprechern umgesetzt, wobei die Titelmelodie inzwischen zu einem richtigen Ohrwurm geworden ist.

Inhalt

Fred Reinhart begleitet seinen Vater in den Sommerferien auf eine archäologische Ausgrabung nach Sibirien. Leider gibt es für einen Jungen dort nicht viel zu erleben, so dass er sich nach kurzer Zeit bereits langweilt. Doch dann trifft er auf zwei junge Menschen, Argimpasa und Kolaxais, die aus der Zeit der Skythen stammen, die sein Vater gerade erforscht. Die zwei Reisenden und Fred freunden sich an, so dass er einiges über den Reiterstamm lernt. Aber wie gelangen die beiden Fremden zurück in ihre eigene Zeit?

Stil

Neueinsteiger können sich bequem zurücklehnen und sich auf einen guten Einstieg in die Geschichte freuen. Für alle Fans der Reihe, die hier erst später gelandet sind, wird es anfangs etwas ungewöhnlich sein, dass man nicht gleich mit dem Erzähler empfangen wird, sondern Argimpasa die Einführung übernimmt. Danach aber finden sich sofort die bekannten Stimmen wieder, die man bereits gewöhnt ist.

Remo Schulze übernimmt wieder Fred, den umtriebigen Jungen. Obwohl er diesmal erst nach einer kleinen Pause auftreten darf, ist er gewohnt keck und intelligent unterwegs, so dass das Zuhören wieder einmal großen Spaß macht. Auch der Erzähler Harry Kühn verleiht der Handlung dank seiner angenehmen Tonlage eine gute Basis, so dass man als Zuhörer mal wieder begeistert ist.

Argimpasa und Kolaxais, gesprochen von Helen Graf und Christoph Bornmüller, sind für Fred eine gute Unterstützung. Selbst die Sagen der Skythen werden in einem lockeren Tonfall vorgetragen, so dass sie nicht steif, sondern frisch und unverbraucht vermittelt werden. Einzig Freds Traum, der eine besondere Sage wiedergibt, ist etwas unvermittelt eingefügt. Hier wäre ein späterer Grund für den Traum oder eine weitere Verwendung der Informationen, die er erhält, besser gewesen.

Dennoch sind die Stimmen sehr passend gewählt und machen in der Kombination mit der spannenden Geschichte wie üblich neugierig auf mehr. Danach möchte man sich gleich noch mehr mit den Skythen beschäftigen, die normalerweise eher weniger bekannt sind. Birge Tetzner ist damit ein großer Wurf gelungen, denn die Neugier beim Zuhören hält noch lange danach an und verführt dazu, sich weitere Informationen zu holen.

Aufmachung

Die CD befindet sich in einer Plastikhülle. Das Booklet liefert zusätzliche Informationen zu den Skythen und ihren Sitten. Auf der Rückseite der CD sind eine Inhaltsangabe und die Mitwirkenden aufgelistet.

Julia Weisenberger, Lazy Literature >>

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